worte

Ein Frühling mitten im Frühling.

Es gibt doch diese Dinge, die man einfach nicht beschreiben kann. Worte können nicht beschreiben, was man erlebt. Bilder vermögen nicht zu zeigen, wie es sich anfühlt, hier in dieser eigenen kleinen Welt mitten im Frühling.

Ein Abend im April an der Aare in Bern, Vorfreude, aber nicht die Art, von der man genau weiss, dass sie enttäuscht wird. Sie wird garantiert erfüllt werden. Das Broadway Variété startet die Tour immer in Bern, dort auf dem Platz beim Gaswerk ist man schon mittendrin in dieser anderen Welt. Der Weisswein zum Apéro prickelt hier besonders schön, Musik wird gespielt, und es gibt unglaublich viel zu sehen. Dann öffnen sich die Türen und man wird an den Platz geführt. Hier sind alle gleichermassen Schauspieler und Kellner, Sänger und Akrobat. Und ich bin ein Teil davon, und alles andere ist plötzlich nicht mehr wichtig. Im Broadway Variete werden die Sorgen einfach nicht eingelassen. Die Vorstellung, die draussen schon begonnen hat, nimmt ihren Lauf, einmal vorne auf der Bühne, einmal hoch oben an der Decke. Dazwischen gibt es ein himmlisches Menu aus 3 Gängen. Und immer wieder an diesem Abend erlebt man diese überraschenden, faszinierenden, atemberaubenden, lustigen Momente. Und dieser Tag ist dann immer der schönste des Jahres.

Für die Ewigkeit

Niemand muss das Unbekannte fürchten, weil jeder Mensch das erreichen kann, was er will und was er braucht. Wir fürchten uns lediglich vor dem Verlust dessen, was wir besitzen, fürchten um unser Leben oder die Felder, die wir bestellt haben. Aber diese Angst vergeht, wenn wir begreifen, dass unsere Geschichte und die Geschichte der Erde von derselben Hand geschrieben wurden.

Paulo Coelho 
(Der Alchimist)

24. Dezember

Was macht Ihr am 24. Dezember? Einige von uns mussten heute arbeiten, nicht wenige noch Geschenke einkaufen und viele feiern heute Abend mit der Familie.

Ich freue mich darauf, einen ruhigen Abend zuhause zu verbringen. Besinnlichkeit, also sich besinnen, bedeutet überlegen, nachdenken, auch an jemanden denken. Die Geschichten zum Nachdenken von Jorge Bucay sind bei mir, dazu die wunderbare Filmmusik von «le fabuleux destin d’Amélie Poulain», dem Film, der glücklich macht. Und ich denke an jene Menschen, die jetzt weit weg sind.

Ich wünsche euch viele schöne Gedanken.

"Dr Mönsch isch wi dä wo dr Zug het verpasst und sech d’Frag nachhär gstellt het: wieso. Und gseht, dass sy Uhr äbe hinderdsi isch gange und dänkt: das söll nümme vorcho. Und geit sech für nid no dr nächscht Zug z’verpasse E besseri Uhr go erstoh. Und won er drmit uf e Bahnhof zruggchunt Isch dr nächscht Zug halt ou scho nümm da. Das chunnt halt dervo, dänkt er, dass i nid gründlich dr Fahrplan ha gläse vorhär. Und list ne du gnau, bis er gseht, dass inzwüsche grad wider e Zug gfahre wär. Jetzt blyben i hie uf em Perron, so nimmt er Sech vor, de verwütsch’i ne scho. Und blybt dert und wartet, da fahrt ihm dr Zug uf em andere Perron dervo. So steit er no geng uf em Bahnhof desume Das heisst: wenn er nid gschtorbe isch. Und während er wartet uf d’Züg, won ihm ab sy geit ihm dr nächscht ou scho dür d’Büsch."
Mani Matter
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Ämmitaler Schtieregring

Habt Ihr gewusst, dass es eine Ortschaft im Emmental namens «Tschäppel» gibt? Dort hatte mein Grossonkel eine Käserei. Genau, ich bin so eine richtige emmentaler Baabe mit rosigen Bäckli, chli bhäbig. Oh, aber keine Angst, Burgdorf, wo ich aufgewachsen bin, bezeichnet sich zwar immer noch als «Tor zum Emmental», aber seit ich 15 bin, ging ich in Bern zur Schule oder zur Arbeit. Und glaubt mir, Bern ist für einen richtigen Emmentaler eine Weltreise!

Aber ich liebe diese urchigen Ausdrücke aus dem Emmental. Es gibt Begriffe für gewisse Gegenstände, Gefühle, Aktivitäten, für die wir heute gar keine Worte mehr haben. So lässt sich z.B. bägguhäärig gar nicht so einfach übersetzen.

Item, der neue Radiospot von Emmentaler AOC (und natürlich auch die TV-Spots) schaffen es immer und immer wieder, mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Wie schade wäre es, würde diese Sprache vergessen gehen.