lieblingsfotografen

Auf den ersten Blick. Und auf den Zweiten.


Es ist wieder Zeit, euch einen weiteren Lieblingsfotografen vorzustellen. Die Bilder des holländischen Fotografen Erwin Olaf sind mir erst anfang dieses Jahrtausends aufgefallen, obwohl der 50jährige seit den 80er Jahren für Marken wie Levi’s, Nokia und Lavazza fotografiert.

Aber es ist auch nicht einfach, die Bilder von Olaf zu verstehen. In einem Portrait über sein Schaffen habe ich folgendes gelesen: «Wenn jemand die wichtigste Thematik in der Arbeit des holländischen Fotografen Erwin Olaf beschreiben sollte, dann ist es seine geschickte Art unsere ›bourgeoise Freiheit‹ als eine Illusion zu visualisieren. Eine Freiheit, die nur frei erscheint. Sie lässt die Außenstehenden außen vor: die Übriggebliebenen, die, die niemand einlädt, wegen ihrer Klasse, Rasse, sexuellen Vorlieben, Glauben, Eigenheiten, Aussehen oder jede andere Besonderheit, die die allgemeine kleinbürgerliche Meinung als unangebracht einstuft. Es ist eine traurige Freiheit, die lediglich damit beschäftigt ist die Fassade zu bewahren.»

Diese Worte erklären sich, wenn man seine Werke betrachtet. (Vorsicht, nichts für sensible Augen)

Mich faszinieren diese Bilder, die sich erst auf den zweiten Blick in die Seele glühen und dort für eine Weile verbleiben.

Aufnahme aus der Serie “Lob des Schattens” mit Aufnahmen des Einkaufs- und Freizeitzentrums “Westside” während des Rohbaus. (Foto: Alexander Gempeler)
Aus aktuellem Anlass: Alexander Gempeler, Architekturfotograf
Alexander Gempeler ist seit zehn Jahren in Bern als Architekturfotograf tätig. Zu diesem Anlass zeigt er eine kleine Ausstellung in drei Teilen:
1. Werkeinblick quer durch die vergangenen zehn Jahre mit Rückblick auf fast alle Kunden.2. Intermezzo: japanische Trilogie3. “Lob des Schattens”: Fotos des “Westside” während der Bauzeit.
Galerie Margit Haldemann, Brunngasse 14/Brunngasshalde 31, BernFreitag, 16. Oktober, 14 bis 19 UhrSamstag, 17. Oktober, 11 bis 17 UhrSonntag, 18. Oktober, 11 bis 17 Uhrnach Vereinbarung: 031 511 21 51
Die Bilder vom Bau des Westside sind packend. Die unbeleuchteten Räume, kahl und ungeschminkt bringen die faszinierende Architektur auf den Punkt. Wie wenn sich unser Auge an die Dunkelheit im Raum gewöhnt, enthüllen sich nach und nach weitere Details in den Bildern.
Neben diesen grossformatigen Prints sind die gesammelten Werke auf quadratischen Karten präsentiert. Ohne Rahmen – sie wirken für sich. Und jede Architekturaufnahme erzählt ihre eigene Geschichte.
Wer dieses Wochenende in Bern ist und sich für Architekturfotografie interessiert, dem empfehle ich, sich die Werke von Alex Gempeler anzuschauen. Wer unter den Prints mein Lieblingsbild findet, erhält einen (hoffentlich signierten) Abzug ;-)
Alex und ich hatten in der Berner Matte eine Ateliergemeinschaft.

Aufnahme aus der Serie “Lob des Schattens” mit Aufnahmen des Einkaufs- und Freizeitzentrums “Westside” während des Rohbaus. (Foto: Alexander Gempeler)

Aus aktuellem Anlass: Alexander Gempeler, Architekturfotograf

Alexander Gempeler ist seit zehn Jahren in Bern als Architekturfotograf tätig. Zu diesem Anlass zeigt er eine kleine Ausstellung in drei Teilen:

1. Werkeinblick quer durch die vergangenen zehn Jahre mit Rückblick auf fast alle Kunden.
2. Intermezzo: japanische Trilogie
3. “Lob des Schattens”: Fotos des “Westside” während der Bauzeit.

Galerie Margit Haldemann,
Brunngasse 14/Brunngasshalde 31, Bern
Freitag, 16. Oktober, 14 bis 19 Uhr
Samstag, 17. Oktober, 11 bis 17 Uhr
Sonntag, 18. Oktober, 11 bis 17 Uhr
nach Vereinbarung: 031 511 21 51

Die Bilder vom Bau des Westside sind packend. Die unbeleuchteten Räume, kahl und ungeschminkt bringen die faszinierende Architektur auf den Punkt. Wie wenn sich unser Auge an die Dunkelheit im Raum gewöhnt, enthüllen sich nach und nach weitere Details in den Bildern.

Neben diesen grossformatigen Prints sind die gesammelten Werke auf quadratischen Karten präsentiert. Ohne Rahmen – sie wirken für sich. Und jede Architekturaufnahme erzählt ihre eigene Geschichte.

Wer dieses Wochenende in Bern ist und sich für Architekturfotografie interessiert, dem empfehle ich, sich die Werke von Alex Gempeler anzuschauen. Wer unter den Prints mein Lieblingsbild findet, erhält einen (hoffentlich signierten) Abzug ;-)

Alex und ich hatten in der Berner Matte eine Ateliergemeinschaft.

Meine Lieblingsfotografen
Ich will euch meine Lieblingsfotografen vorstellen. Dazu gehören berühmte Ikonen, weniger bekannte Freunde von mir, Spinner, Klassiker, und ihre gefühlvollen, verrückten, verzaubernden… Bilder.
Robert Doisneau (* 14. April 1912 † 1. April 1994) war ein französischer Fotograf. Ein Jahr nach Abschluss seines Studiums an der École Estienne mit einem Diplom für Lithografie und Gravur, begann Doisneau beruflich zu fotografieren. Seine erste Fotoreportage wurde 1932 gedruckt. 1934 wurde er Werksfotograf bei Renault, gab diese Anstellung aber 1939 auf um freiberuflich zu arbeiten. Berühmt wurde der Flaneur Doisneau für seine Bilder aus den Straßen von Paris, wo er Menschen des Alltags ablichtete. Dabei entstanden rund 350.000 Fotos.
Sein berühmtestes Foto nahm er 1950 auf: Ein sich vor dem Pariser Rathaus küssendes Paar (Baiser de l’Hôtel de Ville). Die Illustrierte Life hatte damals eine Reportage unter dem Titel «Verliebte in Paris» bestellt.
Das Foto wurde erst 1986 wieder veröffentlicht, wurde dann aber zum romantischen Bestseller. Mehrere Personen glaubten sich auf dem vermeintlichen Schnappschuss wieder zu erkennen und verklagten Doisneau auf Beteiligung an den Einnahmen. Doisneau konnte jedoch nachweisen, dass er die Fotoserie mit zwei Schauspielstudenten inszeniert hatte.
Am 25. April 2005 wurde das Foto im Pariser Auktionshaus Artcurial für 155.000 Euro von einem anonymen Bieter aus der Schweiz ersteigert. Ich war’s nicht…

Meine Lieblingsfotografen

Ich will euch meine Lieblingsfotografen vorstellen. Dazu gehören berühmte Ikonen, weniger bekannte Freunde von mir, Spinner, Klassiker, und ihre gefühlvollen, verrückten, verzaubernden… Bilder.

Robert Doisneau (* 14. April 1912 † 1. April 1994) war ein französischer Fotograf. Ein Jahr nach Abschluss seines Studiums an der École Estienne mit einem Diplom für Lithografie und Gravur, begann Doisneau beruflich zu fotografieren. Seine erste Fotoreportage wurde 1932 gedruckt. 1934 wurde er Werksfotograf bei Renault, gab diese Anstellung aber 1939 auf um freiberuflich zu arbeiten. Berühmt wurde der Flaneur Doisneau für seine Bilder aus den Straßen von Paris, wo er Menschen des Alltags ablichtete. Dabei entstanden rund 350.000 Fotos.

Sein berühmtestes Foto nahm er 1950 auf: Ein sich vor dem Pariser Rathaus küssendes Paar (Baiser de l’Hôtel de Ville). Die Illustrierte Life hatte damals eine Reportage unter dem Titel «Verliebte in Paris» bestellt.

Das Foto wurde erst 1986 wieder veröffentlicht, wurde dann aber zum romantischen Bestseller. Mehrere Personen glaubten sich auf dem vermeintlichen Schnappschuss wieder zu erkennen und verklagten Doisneau auf Beteiligung an den Einnahmen. Doisneau konnte jedoch nachweisen, dass er die Fotoserie mit zwei Schauspielstudenten inszeniert hatte.

Am 25. April 2005 wurde das Foto im Pariser Auktionshaus Artcurial für 155.000 Euro von einem anonymen Bieter aus der Schweiz ersteigert. Ich war’s nicht…