Auf den ersten Blick. Und auf den Zweiten.
Es ist wieder Zeit, euch einen weiteren Lieblingsfotografen vorzustellen. Die Bilder des holländischen Fotografen Erwin Olaf sind mir erst anfang dieses Jahrtausends aufgefallen, obwohl der 50jährige seit den 80er Jahren für Marken wie Levi’s, Nokia und Lavazza fotografiert.
Aber es ist auch nicht einfach, die Bilder von Olaf zu verstehen. In einem Portrait über sein Schaffen habe ich folgendes gelesen: «Wenn jemand die wichtigste Thematik in der Arbeit des holländischen Fotografen Erwin Olaf beschreiben sollte, dann ist es seine geschickte Art unsere ›bourgeoise Freiheit‹ als eine Illusion zu visualisieren. Eine Freiheit, die nur frei erscheint. Sie lässt die Außenstehenden außen vor: die Übriggebliebenen, die, die niemand einlädt, wegen ihrer Klasse, Rasse, sexuellen Vorlieben, Glauben, Eigenheiten, Aussehen oder jede andere Besonderheit, die die allgemeine kleinbürgerliche Meinung als unangebracht einstuft. Es ist eine traurige Freiheit, die lediglich damit beschäftigt ist die Fassade zu bewahren.»
Diese Worte erklären sich, wenn man seine Werke betrachtet. (Vorsicht, nichts für sensible Augen)
Mich faszinieren diese Bilder, die sich erst auf den zweiten Blick in die Seele glühen und dort für eine Weile verbleiben.



