Gedanken

Inspiration gesucht.

Inspiration ist mir sehr wichtig. Die Menschen, die mir nahe sind, inspirieren mich alle auf ihre Weise. Vielleicht suchen wir unsere Begleiter ja unbewusst danach aus.

All die Sozialen Dienste bieten uns auf einen Schlag viele neue Begleiter (da fällt mir auf, dass mir dieser Ausdruck lieber ist als «Verfolger»). Twitter inspiriert mich immer wieder mit Wörtern, Ideen, Links, und natürlich den Menschen, die hinter dieser Essenz stehen, welche wir täglich mitlesen dürfen. Es scheint allerdings, als ob die Dynamik, welche hier noch vor einem Jahr so deutlich zu spüren war, etwas ins Schleppen gekommen wäre. Kennen wir uns alle schon zu gut und können uns deshalb nicht mehr so einfach gegenseitig inspirieren?

Wie es wohl wäre, wenn man alle seine Twitterfreunde löschen würde und mit ganz unbekannten Leuten neue Gespräche beginnen würde?

Nein, das werde ich nicht tun. Ich werde mir Mühe geben, euch zu inspirieren.

Wie viel wiegt unser Leben?

Nein, nicht schon wieder eine Filmkritik, die Letzte war ja genau genommen auch keine. Aber mir spukt nun dieser Gedanke durch den Kopf: Wieviel wiegt mein Leben? Und wieviel davon ist unnötiger Ballast?

Auszug aus dem Vortrag «What’s in your Backpack?» von George Clooney als Ryan Bingham in «Up in the air»:
«Stellen Sie sich vor, Sie trügen einen Rucksack auf dem Rücken. Spüren Sie die Trage-Riemen auf ihren Schultern? Und nun packen Sie ihn, mit all den Dingen, die ihr Leben ausmachen, angefangen mit den kleinen Sachen. Na, was so in den Regalen liegt und in Schubladen - Die Souvenirs. Spüren Sie das Gewicht? Es wird schon mehr. Dann kommen die größeren Sachen. Kleidung, Bettwäsche, Ihr Fernseher. Mittlerweile ist der Rucksack schon schwerer. Nehmen wir noch mehr. Das Sofa, das Bett, die Kücheneckbank; stopfen Sie alles da rein. Ihr Auto, das auch. Ihr Zuhause. Egal, ob es sich um eine Einzimmerwohnung handelt oder ein freistehendes Haus. Egal wie groß. Stopfen sie alles da rein. Jetzt versuchen sie zu gehen.»

Doch dies ist lediglich ein Teil des Vortrages. Wenige Sekunden später wird der erträumte Rucksack angezündet und die Frage, die Ryan in den Raum der Zuhörer wirft, ist folgende: «Was würden Sie retten, wenn sie könnten?». Und das Packen geht weiter mit den Menschen, die einem nahe sind.

Ich hüte mich, die Geschichte des Films hier zu verraten. Nur soviel: dass er immer wieder Wendungen nimmt, die man so nicht erwartet, und dass das Ende eigentlich keines ist, ist sehr erfrischend. Und irgendwann im Verlauf der Geschichte wird folgender Satz gesprochen: «Manchmal muss man seinen Rucksack einfach zuerst ganz leeren, um zu wissen, was wirklich hinein gehört.» Und manchmal passt dies dann eben doch nicht hinein.

5 Jahre geschenkt.

Nach meinem Fotoshooting im Kosmetikstudio hat mir das Team wunderbar duftende Kosmetikprodukte mitgegeben. Ganz gross angepriesen wurde das Re-Beauty Fluid gegen die Hautalterung.

Ich freue mich sehr und mache jetzt diese (Re-)Schönheitskur, in einem Monat werden wir sehen, was sie gebracht hat. Ich könnte vorher-nachher Fotos machen, aber die sind ja doch immer gefaked. So wie die Fett-Analyse Fotos der Schlankheitsinstitute übrigens auch. Aber das habt Ihr bestimmt bereits geahnt.

Zugegeben, ich habe eine Verjüngungskur nicht unbedingt nötig. Kürzlich «durfte» ich im Coop für ein Eve sogar den Ausweis zeigen. Da kam mir der Gedanke, mich ab sofort als 25 auszugeben. Die Idee gefiel mir: mein Alter würde wohl niemand hinterfragen und ich hätte 5 Jahre geschenkt. Was würdet Ihr (anders) machen, wenn ihr 5 Jahre zurück könntet?

Aber letzten Endes muss ich doch sagen, es ist gut, so wie es ist.

Gedanken berühren.
15/10/09

Gedanken berühren.